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Gewöhnliche Seidenpflanze – Asclepias syriaca

Im Rahmen der Kartierungen von Naturschutzflächen tauchen immer wieder Neophyten, unter anderem auch die Seidenpflanze, auf. Sie wird im Volksmund wegen der Form der Früchte auch Papageienpflanze genannt, kommt im Burgenland zerstreut vor, hat sich aber bereits etabliert und breitet sich weiter aus. Ihr Milchsaft enthält ein Herzglycosid und ist giftig! Die Pflanze steht auf der „schwarzen Liste“ der Europäischen Union und darf daher nicht mehr verkauft oder anderweitig verbreitet werden. 

Die Bekämpfung ist jedenfalls sinnvoll und noch möglich und sollte bei Einzelpflanzen durch Ausstechen des gesamten Wurzelstocks erfolgen. Bei größeren Beständen sollte sie am besten in der Blüte aber unbedingt vor dem Fruchtansatz gemäht werden. Jedenfalls muss eine regelmäßige Nachkontrolle des betroffenen Bereichs durchgeführt werden, da sich die Pflanze auch über Wurzelsprossen vermehren kann.

Achtung: unbedingt Schutzhandschuhe und sinnvollerweise (vor allem beim Mähen mit der Motorsense) auch Augenschutz tragen!

Das LE-Projekt „Qualitätssicherung von Besonderen Lebensraumtypen in ESG und Evaluierung von NAT-Weideflächen“ des Vereins BERTA wird gefördert von Land Burgenland und der Europäischen Union.

Ing. Kurt Grafl, Gebietsbetreuer Bezirke Eisenstadt/Mattersburg