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Pressekonferenz mit LH-Stv.in Haider-Wallner in der Siegendorfer Pußta

Erfolgreiche Zwischenbilanz zu ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen im Burgenland

Am 26. Mai 26 fand am Parkplatz bei Naturschutzgebiet Siegendorfer Pußta eine PK mit LH-Stv.in Haider-Wallner statt. Dabei wurde gemeinsam aufgezeigt, dass alle profitieren, wenn Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen – Einsparungen hätten dramatische Folgen. 
Die ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen im Rahmen des Agrarumweltprogramms 2023–2027 sind im Burgenland ein voller Erfolg. Die entsprechenden Naturschutzflächen sind seit Start der aktuellen Periode um rund 4.000 Hektar auf knapp 16.200 Hektar angewachsen. Besonders stark zugenommen haben Naturschutz-Ackerflächen mit einem Plus von rund 2.500 Hektar.

Für LH- Stv.in Anja Haider-Wallner ist die ÖPUL-Zwischenbilanz ein klarer Beweis dafür, dass gezielte Umweltförderungen in der Landwirtschaft notwendig sind: „Die burgenländischen Bäuerinnen und Bauern zeigen jeden Tag, wie Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand gehen. Dafür verdienen sie nicht nur Respekt, sondern vor allem auch finanziellen Ausgleich – etwa in Form der ÖPUL-Förderung. Kürzungen beim Programm wären ein schwerer Fehler mit massiven Folgen für unsere Natur und die landwirtschaftlichen Betriebe.“

 

Geschäftsführer DI Reisner liefert im Anschluss Hintergrundinformationen zum Verein BERTA und dem aktuell laufenden LE-Naturschutzprojekt, womit die Personalkosten der 4 Gebietsbetreuer gefördert werden und eine landesweite Beratung der Naturschutzbetriebe gewährleistet wird. Jährlich finden rund 1.000 Betriebsberatungen statt und ca. 800 Naturschutzflächen werden außerdem jährlich kartiert und evaluiert.

 

Gebietsbetreuer Ing. Grafl erklärt anschließend die Bedeutung der ÖPUL-Naturschutz Ackerflächenprojekte und deren Notwendigkeit zur Extensivierung von Ackerflächen zur Vergrößerung und Vernetzung der wertvollen Lebensräume.

Ein Hot-Spot ist diesbezüglich das Naturschutzgebiet Siegendorfer Pußta mit Lebensraumtypen vom Trockenrasen bis Feuchtgebiet mit besonderen Arten. Ackerflächenstilllegungsprojekte als Pufferflächen haben daher mit gezielten Schwerpunktsetzungen wie Extensivierung, Offenhaltung, späte Mahd, Verbindung von wichtigen Flächen (Korridor) und andere BioDiv fördernde Maßnahmen einen großen Nutzen.

In einer anschließenden Begehung der angrenzenden Pufferfläche wurde von Ing. Grafl auf die Entwicklung der ehemaligen Ackerfläche hingewiesen. Orchideen und andere selten Arten, sowie das Ziesel haben die Flächen besiedelt.

Bildnachweis: Landesmedienservice Burgenland

Das Projekt „Qualitätssicherung von Besonderen Lebensraumtypen in ESG und Evaluierung von NAT-Weideflächen“ des Vereins BERTA wird gefördert von Land Burgenland und der Europäischen Union.

 

DI Gottfried Reisner

Verein BERTA, Geschäftsführer