ACKERFLÄCHENPROJEKTE

Ackerflächenprojekte im Rahmen von ÖPUL-Naturschutz

Das Hauptaugenmerk bei den angebotenen ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen wurde dahin gelegt, das Grünland sowie die Streuobstwiesen zu erhalten und Ackerflächenmaßnahmen nur gezielt in geschlossenen Projektgebieten anzubieten. 

Neue Grünlandflächen können landesweit jährlich beantragt werden, aber Ackerflächen hingegen nur in Bereichen mit intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo gezielt extensiv bewirtschaftete Areale und Gebiete ausgewiesen werden. 

Der Großteil der beantragten Ackerflächen befindet sich im Bezirk Neusiedl (ca. 5.500 ha), wo in abgegrenzten Projektgebieten Flächen beantragt werden können. Hierbei handelt es sich auf der Parndorfer Platte um Flächen im Trappenschutzgebiet und im Seewinkel um Flächen im Vogelschutzgebiet Waasen-Hansag. 

In den anderen Bezirken gibt es meist kleinere Ackerflächenprojekte, welche als Extensivierungsflächen, Trittsteinflächen oder Pufferflächen innerhalb oder außerhalb von Naturschutzgebieten geschaffen wurden. Vereinzelt gibt es noch Erosionstreifen in Hanglagen oder Puffersteifen entlang von Gewässern. 

Der Hauptteil der Grünlandflächen befindet neben dem Mittelburgenland vor allem im Südburgenland. Hier gilt es in den Europaschutzgebieten die Glatthaferwiesen-, Feucht- und Magerwiesen möglichst zu erhalten und Erhaltungsmaßnahmen um zusetzten, um dem „Verschlechterungsverbot“ entgegen zu wirken. Aber auch in strukturarmen Gebieten außerhalb von Europaschutzgebieten müssen ökologisch wertvolle Flächen erhalten werden. 

Der Schwerpunkt bei der Umsetzung von neuen NAT-Ackerflächenprojekten zielt auf die Biotopvernetzung und Arrondierung von bestehenden Naturschutzflächen ab. 

Dabei sollen in Schutzgebieten zur Arrondierung von Schutzgutflächen auf Acker- oder Grünland angrenzende, bisher intensiv genutzte Flächen, in eine naturnahe und extensive Bewirtschaftung überführt werden, um sich mittelfristig auch zu ökologisch wertvollen Flächen entwickeln zu können. 

 Zwischen den Schutzgebieten oder bestehenden ÖPUL-Naturschutzflächen wurde bereits im Jahr 2021 im Rahmen einer Naturraumevaluierung eine neue Gebietskulisse mit NAT-Ackerflächenprojekte zwischen den Schutzgebieten und Naturschutzflächen entwickelt. Die Biotopvernetzung erfolgt über Korridorflächen bzw. Trittsteinen um einen besseren Artenaustausch zu erreichen. Im Rahmen der LE-Projektes der letzten Jahre erfolgte die Umsetzung mittels ca. 3.000 ha neu genehmigter NAT-Ackerflächen mit entsprechenden Managementmaßnahmen. Einzelne Gebietserweiterung sind zusätzlich dazugekommen

Diese umfangreiche Gebietskulisse von Ackerflächenprojekten bietet in jedem Bezirk zahlreiche Möglichkeiten neue Flächen im Rahmen der ÖPUL 23 – Naturschutzmaßnahmen anzumelden. 

NAT-Ackerflächenprojektgebiete

Folgende NAT-Ackerflächenprojektgebiete werden im Rahmen der ÖPUL 2023-Naturschutzmaßnahmen vom BERTA-Team angeboten.  

Dazu stehen folgenden Übersichtskarten in Kürze (ab Juli 26) zum Download bereit: